Klinik-Knigge

Besucher tun Patienten gut und werden daher von den Kliniken gern gesehen. Hier ein paar Tipps für eine gelungene Stippvisite.

Klinik-Knigge

Klinik-Knigge (Foto: Peter Menne)

Besuchszeiten
Feste Besuchszeiten gibt es kaum noch, auf der Station kann man aber fragen, welche Zeiten sich anbieten. Denn oft finden zum Beispiel vormittags Arztvisiten statt. Bei diesem Thema ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Genauso wie bei der Länge des Besuchs. Faustregeln: zwei Stunden genügen, Mittagsruhe respektieren und ab 20 Uhr ist Nachtruhe. Andere Absprachen können Angehörige von sehr schwer Kranken oder von Kindern treffen.

Hygiene
Im Krankenhaus gibt es genug Keime. Deshalb sind saubere Hände, die vor und nach dem Besuch an den Desinfektionsmittelspendern gereinigt werden, Pflicht. Wer also erkältet ist oder an einer ansteckenden Erkrankung leidet, muss auf den Besuch verzichten. Auch sind die Krankenbetten nicht als Sitzgelegenheiten gedacht. Übrigens: Patiententoiletten heißen nicht ohne Grund so. Für Besucher gibt es extra Toiletten auf den Fluren.

Besucherzahl
Idealerweise sind nicht mehr als zwei Besucher pro Patient zur gleichen Zeit im Zimmer. Hier gilt für Angehörige und Freunde: Besuchszeiten miteinander abstimmen. Falls es im Zimmer zu voll wird, hat jedes Krankenhaus eine Cafeteria oder andere Aufenthaltsräume.

Privatsphäre
Anklopfen und auf ein „Herein“ warten oder auf Schilder über der Zimmertür achten. Es könnte eine Untersuchung stattfinden. Wer schon drin ist, verlässt bei Visiten und pflegerischen Maßnahmen kurz den Raum.

Feingefühl
Nicht vergessen: Oft ist bei Kranken das Distanzbedürfnis anders als bei Gesunden. Am besten helfen Besucher den Patienten mit positiven Themen, die – aus Rücksicht auf die Mitpatienten – leise besprochen werden. Die freuen sich übrigens meist über ein nettes „Guten Tag!“.

Mitbringsel
Gute Alternativen zum bunten Strauß sind Bücher, Zeitschriften, Rätselhefte oder persönliche Kleinigkeiten wie Fotos. Topfpflanzen sind wegen des Keimrisikos oft verboten. Bei Lebensmitteln besser vorher fragen, was der Patient essen darf. Keine gute Idee ist Kühlungsbedürftiges. Ein Joghurt, den der Beschenkte im Nachttisch aufbewahrt, kann sehr schnell verderben.

Multimedia
Ein Handyverbot gibt’s in vielen Kliniken nicht mehr. Trotzdem lautlos stellen. Längere Telefonate führt man vor dem Krankenzimmer oder gleich außerhalb der Klinik.


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