Weißt du eigentlich...

… was Airbags sind und wie sie funktionieren?

Wie funktionieren Airbags?

Wie funktionieren Airbags? (Foto: Timeless889, testing, sraphotohut - shutterstock.com)

Schnell ist es passiert – kurz nicht aufgepasst, zu wenig Abstand zum Vordermann oder einmal nicht auf Rechts vor Links geachtet – und schon krachen zwei Fahrzeuge ineinander. Selbst bei verhältnismäßig geringen Geschwindigkeiten werden durch einen Aufprall bereits enorme Kräfte freigesetzt, sodass sich auch der stärkste Mann nicht mehr festhalten kann.

Ohne Schutzsysteme würden die Insassen aus dem Auto heraus oder im Auto herumgeschleudert und durch das Aufschlagen auf das Lenkrad und die Innenflächen des Wagens verletzt werden. Damit diese Verletzungen bei einem Aufprall möglichst gering bleiben, wurden Anschnallgurte und Airbags erfunden.

Schauen wir uns zum Beispiel einmal den Airbag im Lenkrad an. Dieser wirkt in einem Frontalunfall. Das ist ein Unfall, bei dem man von vorne (frontal) z.B. gegen ein entgegenkommendes Auto prallt. Ohne den Fahrerairbag und den Sicherheitsgurt würden der Fahrer oder die Fahrerin in einem schweren Frontalunfall ungeschützt gegen Lenkrad und Windschutzscheibe prallen und sich schwere Verletzungen zuziehen. Sicherheitsgurt und Airbag sollen sie davor schützen und von den Anprallflächen zurückhalten. Sie heißen deshalb auch Insassenschutzsystem oder Rückhaltesystem.

Wie wird so ein schnelles Aufblasen des Airbags erreicht?

Dazu schauen wir uns einmal den Aufbau eines Airbags an: Die wichtigsten Teile sind das Kunststoffgewebe, auch Luftsack (englisch: »air bag«) genannt, und der Gasgenerator, der dieses Gewebe mit Gas füllen soll. Außerdem gibt es noch Haltebleche, die alles zusammenhalten und mit dem Lenkrad verbinden, ein Zündkabel, über das der elektrische Zündstrom fließt, und die Abdeckung (englisch: »Cover«), die den äußeren Abschluss bildet.

Wenn jetzt wirklich ein Frontalunfall passiert und der Gasgenerator des Fahrerairbags gezündet wird, brennt meist ein pyrotechnischer Treibstoff (Treibstoff, der sich nicht langsam, sondern explosionsartig entzündet) ab. Bei der Verbrennung wird in kurzer Zeit sehr viel Gas freigesetzt, das in den Luftsack strömt. Noch ist der Luftsack im Cover gefangen, aber nicht mehr lange. Der Luftsack dehnt sich aus und reißt dabei das Cover an vorher bestimmten Reißlinien auf. Jetzt ist er frei und kann sich voll zwischen Insassen und Lenkrad entfalten.

Bei einem Unfall fängt der Airbag den Fahrer oder die Fahrerin ab, indem diese auf den Airbag drücken und dabei das Gas aus dem Luftsack gepresst wird. Das kann durch das Gewebe geschehen, meist sind aber zusätzlich Ausblasöff nungen (Löcher, englisch: »Vents«) an der Rückseite des Luftsackes angebracht. Das Ganze dauert nicht mehr als ca. 100 Millisekunden. Glaubt also bitte keinen Werbefilmen, bei denen der Fahrer beziehungsweise die Fahrerin nach einem Unfall aus dem Auto steigt und der Airbag noch voll aufgeblasen ist. Er würde schlaff herunterhängen, weil er seine Aufgabe erfüllt hat.

Der Aufdruck »SRS« heißt übrigens »Supplementary Restraint System«, das bedeutet »zusätzliches Rückhaltesystem«. Man sollte sich nie auf den Airbag allein verlassen, sondern immer angeschnallt fahren. Der Sicherheitsgurt ist das wichtigste Rückhaltesystem überhaupt.

Einen Unfall mit nur 30 km/h gegen ein gleiches Fahrzeug, das einem mit gleicher Geschwindigkeit entgegenkommt, kann man in etwa mit einem Sprung vom 3 m-Turm vergleichen. Würdest Du den ohne schützendes Wasser wagen?

Ich hoffe, dass ihr immer schützende Airbags vor und neben Euch habt, und wünsche Euch, dass ihr sie nie zu sehen bekommen müsst!

Veranstaltungskalender

24.03.2018 - 19.01.2038, ganztägig
19.04.2019 - 11.06.2026, ganztägig
21.07.2019, ganztägig
22.07.2019 - 20.09.2019, ganztägig
22.07.2019, ganztägig
23.07.2019 - 21.09.2019, ganztägig
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