Weißt du eigentlich...

… warum ein Specht vom Hämmern keine Kopfschmerzen bekommt?

Weißt du eigentlich... (Foto: Shutterstock.com: Gertjan Hooijer)

Weißt du eigentlich... (Foto: Shutterstock.com: Gertjan Hooijer)

Der Specht kann in einer Sekunde bis zu 20 Mal mit seinem Schnabel auf Holz hämmern. Würde ein Mensch das mit seinem Kopf machen, hätte er eine Gehirnerschütterung oder zumindest Kopfschmerzen. Nicht so beim Specht: Das Gehirn der Spechte ist von sehr wenig Gehirnflüssigkeit umgeben. Es sitzt also relativ starr im Schädel und wird durch das Klopfen nicht von innen gegen die Schädeldecke geschleudert, wodurch eine Gehirnerschütterung vermieden wird …

Der Knochenaufbau ist ein weiterer Schutzmechanismus, denn der gerade Schnabel verläuft in der Verlängerung unter dem Gehirn und ist mit dem Hirnschädel federnd verbunden. Die Energie, die beim Schlagen entsteht, wird also nicht direkt an das Gehirn abgegeben, sondern verläuft seitlich und wird über biegsame Knochengelenke und die kräftigen Schnabelmuskeln abgelenkt. Kurz vor dem Aufprall, also etwa eine tausendstel Sekunde vorher, spannt der Specht dann Muskeln im Schnabel an, die dann wie ein Stoßdämpfer den Aufprall ableiten. Der Specht nutzt also ein ausgeklügeltes Zusammenspiel aus Anatomie und Biomechanik.

Übrigens: Während des Hämmerns verschließt der Specht seine Augen! Die Augenlider wirken wie eine Art Sicherheitsgurt und verhindern, dass die Augen beim Aufprall aus den Augenhöhlen treten. 

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