Weißt du eigentlich...

… wie ein Dosentelefon funktioniert?

Dosentelefon

Dosentelefon (Foto: Chepko Danil Vitalevich shutterstock.com)

Das Dosentelefon (auch Schnurtelefon, Bechertelefon, Büchsentelefon genannt) besteht aus zwei Dosen, in deren Boden jeweils durch ein kleines Loch eine dünne Schnur zur anderen Dose gespannt ist. Hält man die Schnur straff gespannt und spricht leise in die Dose hinein, dann kann der Gegenüberstehende die Stimme des Sprechenden deutlich aus der Dose hören. Das ist sehr faszinierend und macht eine Menge Spaß! Bastel dir doch einfach einmal ein eigenes Dosentelefon!

Töne, Klänge und Geräusche sind Schallwellen in der Luft
Beim Sprechen entstehen Schallwellen (die Stimme nennt man "Schallquelle"), welche durch die Luft als Medium übertragen werden und unser Hörorgan, das Ohr bzw. das Trommelfell (auch "Schallempfänger" genannt), erreichen. Benutzen wir ein Dosentelefon, dann nehmen die Schallwellen einen kleinen Umweg. Sie treffen beim Sprechenden auf den Dosenboden, der durch die Wellen in Schwingungen versetzt wird. Diese Schwingungen sind mit dem bloßen Auge nicht zu sehen.

Auch eine straff gespannte Schnur kann Schall übertragen
Die Schwingungen des Dosenbodens übertragen sich nun auf die Schnur. Das ist der Grund, weshalb die Schnur straff gespannt sein muss, sonst funktioniert es nicht! Die gesamte, straff gespannte (und damit etwas starre) Schnur überträgt die schwachen Schwingungen auf den Dosenboden der anderen Blechdose. Dieser wird ebenfalls in Schwingungen versetzt und regt die umgebende Luft zu Schwingungen an. Nun entstehen wieder Schallwellen in der Luft, die wir mit dem Ohr wahrnehmen können.

Um zu beweisen, dass die Schnur tatsächlich den Schall überträgt und selber schwingt, kann man einfach die gespannte Schnur mit der Hand festhalten. Nun wird man keine Gespräche mehr über das Dosentelefon führen können.

Schall überträgt sich durch feste und flüssige Körper
Schall kann übrigens auch durch feste Körper übertragen werden: Manch Spion wurde schon dabei ertappt, wie er an einer Tür lauschte (Schallübertragung durch die Holzschicht der Tür) und wir hören z. B. Trittgeräusche aus einem Zimmer über uns. Auch in Flüssigkeiten wird Schall übertragen, wer gern taucht, kann einmal zwei Steine unter Wasser aneinander schlagen und das Geräusch dabei wahrnehmen.


EXPERIMENT – DOSENTELEFON UND SCHALLVERSTÄRKER

Das Prinzip des Übertragens und Verstärkens der Schallwellen könnt Ihr selber ausprobieren. Besorgt Euch gemeinsam mit Euren Eltern alle Materialien und legt los:

DOSENTELEFON SELBER MACHEN
Hebt nach dem nächsten Dosenessen zwei der Blechdosen auf und spült sie sauber aus. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr das Papier entfernen und die Dose selber mit buntem Papier oder Farbe verschönern. Stoßt mit dem Nagel und dem Hammer und der Hilfe eines Erwachsenen jeweils mittig ein Loch in die Böden der beiden Dosen, fädelt eine Schnur vom inneren Dosenboden aus durch die Bohrlöcher, um die Dosen zu verbinden und macht einen Doppelknoten in die Schnurenden, damit die Schnur nicht wieder aus den Löchern rutscht.

MATERIAL DOSENTELEFON
2 Blechdosen
1 dicker Nagel
1 Hammer
1 Schnur (ein paar Meter lang und mindestens einen halben Zentimeter dick)


SCHALLVERSTÄRKER SELBER MACHEN
Bindet den Löffel mit einem festen Knoten in der Mitte der Schnur fest und wickelt die Enden der Schnüre um Eure beiden Zeigefinger. Lasst als Erstes den Löffel leicht gegen eine Tischkante pendeln und achtet auf den Klang. Steckt Euch dann Eure Zeigefinger in die Ohren und lasst den Löffel wieder leicht an die Tischkante pendeln. Der Klang, den Ihr in Euren Ohren hört, ähnelt eher einem Glockenschlag, weil der Schall durch die Schnur geleitet und über die Fingerknochen verstärkt wird.

MATERIAL SCHALLVERTÄRKER
1 Esslöffel
1 Tischkante
1 Schnur (ca. einen Meter lang und mindestens 3 Milllimeter dick)

Veranstaltungskalender

31.12.2017 - 31.10.2018, ganztägig
24.03.2018 - 19.01.2038, ganztägig
04.08.2018 - 04.06.2019, ganztägig
20.08.2018, 13:15 Uhr
21.08.2018, ganztägig
21.08.2018, 10:30 Uhr
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