Werken: Nistkästen zum Selberbauen

Die Zeiten der Landschaften voller dichter grüner Hecken, Gebüsche und mit Bäumen durchsetzter Grasfl ächen sind seit langem vorbei. Dort fanden die Wildtiere- und besonders Vögel- geeignete Orte, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Die Vegetation bot eine Vielzahl von Hohlräumen, unter denen Höhlenbrüter die freie Auswahl hatten und sich diejenigen aussuchen konnten, die genau richtig lagen und den besten Schutz vor Nesträubern versprachen.

Nistkästen zum Selberbauen (Kudryashka shutterstock.com (Kohlmeise im Flug), Titus Group shutterstock.com (Holz), Ortis shutterstock.com (Ast))

Nistkästen zum Selberbauen (Kudryashka shutterstock.com (Kohlmeise im Flug), Titus Group shutterstock.com (Holz), Ortis shutterstock.com (Ast))

Die moderne Technik und eine effektive Landbewirtschaftung verlangten jedoch große freie und vor allem zusammenhängende Flächen, um die erwünschten Erträge zu liefern. Und somit verschwanden die Hecken und Gebüsche in nur wenigen Jahrzehnten. Die Tiere, deren Existenz dagegen von einer bewachsenen Umgebung und von Schutz bietenden Unterschlüpfen abhängig war, wurden in Grünfl ächen zurückgedrängt, die wie Inseln von den Maschinen ausgespart blieben. Gleichzeitig wurden die Gärten der Siedlungen aber auch zu grünen Oasen, die Wildtieren Ersatzlebensräume boten.

Unter den heimischen Wildvögeln sind die Höhlenbrüter von menschlichen Aktivitäten am meisten beeinfl usst worden. Das Aufgeben von alten Obstgärten, das systematische Ausmerzen von nicht mehr ertragreichen Bäumen und der Abriss oder die Renovierung alter Gebäude haben jene Hohlräume rar werden lassen, die für das Brutgeschäft geeignet sind- es sei denn, sie werden rücksichtsvoll gleich von vornherein mit eingeplant oder entstehen zufällig.
Eine einfache Möglichkeit, Vögeln Nistmöglichkeiten zu bieten, ist das Aufstellen von geeigneten Nistkästen, die zerstörte natürliche Brutplätze ersetzen. Das Anbringen von Nistkästen ist somit ohne Zweifel ein aktiver Beitrag zum Naturschutz, denn diese kleine Geste erleichtert den Vögeln das Überleben. Diese Möglichkeit besteht praktisch für alle Vogelarten, zumindest aber für jene, denen die Nähe des Menschen nicht allzu viel ausmacht. Durch die Formgebung der Nistmöglichkeiten lassen sich auch ganz gezielt Vogelarten mit bestimmten Ansprüchen an Schutz vor Nesträubern und Störungen anlocken. Uns selbst verschaffen sie das Erlebnis und die Freude, die Tiere bei ihrer Fortpflanzung beobachten zu können.

Um den Bedürfnissen der unterschiedlichen Vogelarten nachzukommen, sind unterschiedlichste Nistkästen zu konzipieren. Der französische Autor Claude Lorpin hat dies für zahlreiche Arten in seinem Buch „Nistkästen – 80 Modelle zum Selberbauen“ mit guten Beschreibungen und Hinweisen getan. Das gute an Lorpins Bauplänen: Die Umsetzung ist in der Regel einfach, die Materialhinweise tier- und umweltgerecht und das Ergebnis ist stets funktional und wird von den Vögeln gut angenommen.

Buchempfehlung
Claude Lorpin
Nistkästen – 80 Modelle zum Selberbauen
Bassermann Verlag
ISBN: 978-3809438380

Veranstaltungskalender

24.03.2018 - 19.01.2038, ganztägig
19.04.2019 - 11.06.2026, ganztägig
08.09.2019 - 01.03.2020, ganztägig
12.12.2019, 18:00 Uhr
13.12.2019 - 05.06.2020, ganztägig
13.12.2019 - 11.02.2020, ganztägig
13.12.2019, 10:00 Uhr
13.12.2019, 20:00 Uhr
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